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Ist es mir egal?

Nun sitze ich hier und grübele nach. Bin ich wirklich so kalt, wie ich es nach außen vorgebe? Wohl kaum. Sonst würde ich mich hier kaum mit Chantré besaufen und über mein Leben grübeln. Vodka wäre noch ok, Tequila geht auch noch. Aber Weinbrand? Naja...

 

Der Grund für mein Grübeln (übrigens, es läuft grad Studpify von Distrbed) ist meine Art, Beziehungen zu führen. Ok, das ist ein wenig falsch ausgedrückt, aber im Wesentlichen trifft es. Nachdem ich mich von Paulina vollends getrennt habe und wir heute shoppen waren (wir haben nebenbei über Kristina geredet, ein Mädchen, was sich leider ebenfalls in mich verliebt hat), ist mir aufgefallen, was ich vorher gewollt habe: ich habe gehofft, dass Paulina mir endlich wieder das Gefühl der Liebe beibringen kann. Doch es scheiterte daran, dass ich zu viel Angst hatte, mein Herz vollends zu öffnen und sie hereinzulassen, da ich nicht geglaubt habe, dass sie in der Lage ist, mir die Liebe zu geben, die ich brauche, nach der ich mich mein ganzes Leben lang sehnte. Ich habe praktisch gedacht und gehandelt; Rationalität war statt Gefühlen gefordert. Und nun sind wir deswegen beziehungsmäßig in verschiedene Richtungen gegangen.

Ich glaubte, dass ich niemals Liebe spüren könnte. Dabei habe ich verdrängt, dass ich schon geliebt habe und das mehrmals. Es waren unglückliche Fälle gewesen, doch mein Herz quillt in solchen Fällen dennoch vor Liebe über, sodass es sehr schwer für mich ist, mich im Zaun zu halten.  Also habe ich, weil ichs kann, meine Liebe verschlossen, hinter vielen Türen und Gittern, die ich nur selber zu öffnen vermag. Und wenn ich eine Person in Aussicht habe, bei der ich glaube, dass sie mein wahres Herz berühren kann, lasse ich sie nach und nach in meine innere Welt. Die Hoffnung lebt immer weiter. Doch bisher hat es keiner geschafft, mich zum Öffnen zu bewegen und es lag nicht nur an mir.

Ich will, dass mir Jemand endlich wieder dieses Gefühl beibringt, doch ich bin, was das anbelangt, ebenfalls praktisch angelegt: es soll die Person sein, bei der ich das Gefühl habe, dass ich mit ihr mein Leben verbringen könnte. Als Partner. Als Lebensgefährte. Als meinen wahren Schatz. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber so klein wie jetzt war sie noch nie.

19.5.08 22:04, kommentieren

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